2nd Hand Spaces

Nutzung vakanter Orte als partizipative Praktik

Bremen – Blumenthal

2nd Hand Spaces sind leerstehende Räume und Räumlichkeiten, die auf Basis von Zwischennutzung entstehen. Eng im Kontext dazu, steht die selbstbestimmte Beteiligung an Entwicklungs- und Gestaltungsprozessen von (Stadt-)Räumen. Die sogenannten 2nd Hand Spaces bieten Gelegenheit für eine Einbindung von Gruppen in partizipative Räume, die konventionelle Beteiligungsangebote kaum erreichen kann. Durch den damit verbundenen Aufbau sozialer Netzwerke, die Identitätsbildung an vakanten Orten und die bedürfnisorientierte Raumproduktion entfalten sie eine nachhaltige Wirkung, die nicht nur temporär wirkt, sondern Ausgangspunkt prozesshafter Um-und Wiedernutzungen sein kann.

Über einen Zeitraum von drei Jahren hat die ZwischenZeitZentrale (ZZZ) Zwischennutzungen im gesamten Bremer Stadtgebiet initiiert und begleitet. In dem Pilotprojekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik wurden Brachflächen und Leerstände zum Ort des kreativen Austauschs; Ergebnisse sind kulturelle Produktionsstätten und ein autonomer Ort für selbstständige Gestalter_innen.

Der zweitägige Kongress Ende Juni widmete sich zum einen den gesammelten Erfahrungen und nahm diese zum Anlass der Reflexion zur Diskussion um Planungs- uns Aneignungsprozesse. Thema der Vorträge waren Bedürfnisse im Stadtraum, Partizipation in Stadtentwicklungsprozessen und Probleme und Chancen. Zum anderen sollte sich intensiv mit dem Veranstaltungsort auseinander gesetzt werden. Im Mittelpunkt stand dabei das Areal der ehemaligen Bremer Wollkämmerei, das momentan als „Palast der Produktion“ genutzt wird, und der begleitenden „Wunschproduktion“.

Die Wunschproduktion ist ein aktuell abgeschlossenes Projekt, das nach den Wünschen fragt, welches Projekt  in Zukunft auf dem Gelände der Wollkämmerei Gemeinsamkeit und Austausch fördern soll.

Weitere Informationen zum Kongress finden Sie hier und im Programm.