Amazonas – Rhein

Flüsse – verbindendes Element und Lebensquell: Amazonas – Rhein

amazonas

29. Oktober bis 10. Dezember 2014

Flüsse überwinden Grenzen, haben Kulturlandschaften geprägt, an ihren Ufern entstanden die ersten Siedlungen. Um Flüsse ranken sich Mythen und Legenden. Und nirgendwo sonst ist der Artenreichtum so groß wie am und im Wasser. Basierend auf Recherchen vor Ort zeigen Wagner Hermusche und Insa Winkler in dieser Doppelausstellung jeweils ihre Sicht auf den bedeutendsten Fluss ihrer Heimat. Hermusche thematisiert in seiner Installation die Dichotomie zwischen traditioneller Kultur und dem wirtschaftlichen und sozialen Wandel der Amazonas-Region in Zeiten der Globalisierung. Winkler erfasst kartografisch die Flusslandschaft Rhein in Form von Aquarellen und Zeichnungen. Die Gegenüberstellung der beiden Ströme reflektiert unseren Umgang mit Wasser, Landschaft und Kultur. Die Ausstellung wird vom Bundesumweltministerium gefördert.

Wann

Mittwoch, den 29.10.2014, 18 Uhr

Wo

Umweltbundesamt, Wörlitzer Platz 1, 06844 Dessau-Roßlau

Begrüßung:

Dr. Thomas Holzmann
Vizepräsident, Umweltbundesamt

Mit Grußworten von Ihrer Exzellenz Maria Luiza Ribeiro Viotti, Botschafterin der Föderativen Republik Brasilien

Lebensadern für Mensch und Natur: Flüsse und ihre natürlichen Überflutungsgebiete, die Auen, bieten vielfältige Lebensräume für viele Pflanzen- und Tierarten und sind daher im natürlichen Zustand Zentren biologischer Vielfalt. Seit jeher waren sie Anziehungspunkte für Menschen. Flüsse waren und sind Zugang zur Welt draußen, Handels- und Transportwege. Wir nutzen sie zur industriellen Produktion, für Stromerzeugung und zur Wasserver- und -entsorgung. Als solche werden sie reguliert, begradigt und aufgestaut. Eine übermäßige Nutzung der Flüsse gefährdet deren Funktionsfähigkeit.

Wagner Hermusche, geboren in Brasilien 1953, studierte Kunstgeschichte und Biologie an der Universität Brasilia. Seitdem widmet er sich der Malerei im öffentlichen Raum im Spannungsfeld von Zivilisation und Natur. Von 1986 bis 1998 arbeitete er in Hamburg. Er realisierte umfangreiche Ausstellungen im Kontext von Eco Art und Public Art, u.a.“Brazil – 500 Birds”, “Mythology and Culture of Global Water Resources” u.v.a.

Insa Winkler, geboren in Deutschland 1960, studierte Bildende Kunst an der Muthesiushochschule Kiel und Architektur und Umwelt an der Hochschule Wismar. Seit 1990 realisierte sie umfangreiche Umweltkunstprojekte – u.a Moor, Tschernobylzone in Belarus, Konversion von Militärgebieten, Landwirtschaft. Sie begründete die Social Landart. Ihre Arbeit wurde international im Kontext der Eco Art gezeigt („Hungry City“, „Ecomedia“, „Recycles of Paradise“)

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag: 9 bis 19 Uhr
Samstag bis Sonntag: 9 bis 16 Uhr

Eintritt frei

 

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