Philosophie

Animismus – Konferenz im Haus der Kulturen der Welt

Berlin
16. und 17.03.2012 jeweils um 14 Uhr

Ende des 19. Jahrhunderts wird der Animismus als Summe irriger Vorstellungen verstanden, anhand derer das “primitive Bewusstsein” den Kosmos mit Seelen und Geistern bevölkert. Wer modern war, ließ den Animismus hinter sich und teilte die Welt in Seele und Körper, in Geist und Materie auf.

Überraschende Verbindungslinien aufzuspüren und das Konzept des Animismus für eine kritische Reflexion der Moderne fruchtbar zu machen, ist Ziel der Debatte, die etablierte Grenzziehungen zwischen Dingen und Akteuren, Welt und Vorstellung auf den Prüfstand stellt. Read more »

By Janna Gehrke

Von der Weimarer Klassik über das Bauhaus zur Sozialen Plastik. Ästhetische Bildung im Horizont von Zukunftsfähigkeit

Weimar
11. – 25. August 2012

Im Rahmen der Weimarer Sommerkurse vom 11.-25. August 2012 leitet Dr. Hildegard Kurt in diesem Jahr einen Kurs unter dem Titel Von der Weimarer Klassik über das Bauhaus zur Sozialen Plastik. Ästhetische Bildung im Horizont von Zukunftsfähigkeit.

Worin liegt angesichts der Aufgabe, eine zukunftsfähige Welt zu gestalten, die Aktualität Goethes, Schillers und des Bauhauses? Was haben diese Weimarer Impulse mit der Idee der Sozialen Plastik (Joseph Beuys) zu tun? Inwiefern braucht es ästhetische Bildung für gesellschaftlichen Wandel? Read more »

By Janna Gehrke

Buchveröffentlichung: Integrale Moderne von Johannes Wallmann

Rezension Deutschlandfunk, Egbert Hiller:

„[...] eindringlich erläutert er seinen gedanklichen Ausgangspunkt: wenn er postuliert, dass die Menschheit die eigentliche „Moderne“ noch vor sich habe, „als menschheitsgeschichtlichen Qualitätssprung und neues Zeitalter oder als Supergau – als Supergau dann, wenn es ihr nicht gelänge, sich von ignoranten Ideologien, Verhaltensweisen und Handlungsmaximen zu trennen. Unter dieser Prämisse erhält Wallmanns Buch auch eminent politische Dimensionen, denn jede gesellschaftliche Utopie bedeutet wie selbstverständlich Kritik an den bestehenden Verhältnissen. Zum Pamphlet gerät „Integrale Moderne“ jedoch keineswegs. Stattdessen reflektiert Wallmann vielschichtig über philosophische Begriffe, über Demokratie und Ökonomie, über kulturell-innovative Visionen, wobei nicht zuletzt seine eigenen künstlerischen Arbeiten und deren geistiger Hintergrund zur Sprache kommen, und über die Formulierung einer „integral-modernen Ethik“, die Wert und Würde des Menschen in den Mittelpunkt stellt.” www.pfau-verlag.de

By Ronja Röckemann

Kongress: “Die Untoten. Life Science & Pulp Fiction”

© "CAT" by David Shrigley, 2007

12. bis 14. Mai 2011, Kampnagel Hamburg

Die Grenzen zwischen Leben und Tod sind durchlässiger geworden. Moderne Biotechnologien greifen am Anfang und Ende des Lebens in natürliche Prozesse ein und verändern unsere Vorstellungen von dem, was eine menschliche Existenz ausmacht. Der Kongress präsentiert Forschungen, Bilder und Spekulationen aus den anthropologischen Grauzonen zwischen Leben und Tod. Die Auswirkungen der rasant fortschreitenden Technik und kulturelle Reflexionsformen des Untoten werden gemeinsam diskutiert, motiviert von dem Wunsch, neue Denkmöglichkeiten und Kulturtechniken zu erfinden. Dafür muss man sich auf verschiedene Wissensformen einlassen: Reproduktionsmedizin, Synthetische Biologie, Enhancement-Technologien, Transplantationsmedizin, Trans- und Posthumanistische Theorien, Medizinethik, Philosophie, Rechtsprechung, Literatur, Ethnologie und die drastische Bildproduktion der Popkultur.

Die Eröffnung ist am Internationalen Tag der Pflege (12. Mai). Der Kongress findet täglich von 17.00 bis 22.00 Uhr mit anschließendem Late-Night-Filmprogramm statt. Das Programm als Übersicht finden Sie hier. Für alle weiteren Informationen: www.untot.info.

Text reposted von www.untot.info.

By Ronja Röckemann

Vom Frosch Eine Kulturgeschichte zwischen Tierphilosophie und Ökologie

von Bernd Hüppauf

Nichts ist heute dringlicher als die Frage nach unserem Verhältnis zur Natur und insbesondere zum Tier. Ein neues Denken ist vonnöten, das den Menschen und seine Kultur fundamental ökologisch begreift. Gerade die Kulturgeschichte des Frosches, in dem der Mensch sich selbst nicht wie im Affen narzisstisch wiederzuerkennen vermag, liest sich wie ein Spiegelbild der Geschichte der Zivilisation und ihrer gefährlichen Entfremdung von der Natur: Vom magischen Fruchtbarkeitssymbol in den frühen Kulturen wurde der Frosch im christlichen Mittelalter zum Inbegriff des Bösen und Hässlichen umgedeutet – um schließlich in der wissenschaftlich-technischen Welt als Labortier vernutzt und im ökologischen Desaster vom Aussterben bedroht zu werden. Doch im Tierbild der Gegenwart wird der »Ökofrosch« zum Totemtier der Umweltbewegung. Ist er das Zeichen für das Aufbrechen eines neuen, eines wahrhaft ökologischen Zeitalters?
Die Kulturgeschichte des Frosches gibt uns nicht weniger zu denken als die Zukunft der Natur.

Februar 2011, 400 S., kart., zahlr. z.T. farb. Abb., 24,80 €
ISBN 978-3-8376-1642-2

http://www.transcript-verlag.de/ts1642/ts1642.php

By Julia Hahn