Wirtschaft

Commons: Die Verfassung der Gesellschaft jenseits von Markt und Staat

Wir leben in einer Zeit, in der die Märkte versagen und herkömmliche politische Institutionen nicht in der Lage sind, drängende Probleme zu lösen und die anstehende soziale und ökologische Transformation voranzutreiben.

Hier setzt die internationale Commons-Bewegung an: Renommierte Vordenkerinnen und Vordenker dieser Bewegung plädieren für einen Paradigmenwechsel und die Auflösung der Blockaden, die uns zwischen Staat und Markt gefangen halten. Commons, so z.B. selbst organisierte Systeme für gemeinschaftliches Management natürlicher Ressourcen oder städtischer Räume, von Wissen und Information, bieten fairere, demokratische und ökologisch verantwortbare Alternativen für unsere Lebensgestaltung.

Stefano Rodotà, der bekannte Rechtswissenschaftler von der Universität Rom, der in den jüngsten italienischen Präsidentschaftswahlen kandidierte, spricht über die Schnittstellen von Commons, Menschenrechten und Demokratie. Er denkt Commons als Grundlage eines zukunftsfähigen/alternativen Rechtsrahmens, lokal und überregional.

Maristella Svampa, eine führende argentinische Soziologin und Meinungsmacherin, die zu den verheerenden Wirkungen der extraktiven Industrie in Lateinamerika forscht, wird ihre Vision für wirtschaftliche und menschliche Entwicklung jenseits von Marktfundamentalismus und (Neo-)Extraktivismus begründen.

Silke Helfrich und David Bollier von der Commons Strategies Group, eine Initiative zur Stärkung des Commons-Gedankens in der öffentlichen Debatte, werden über das zunehmende öffentliche Interesse an den Commons sprechen, und die Herausforderungen der Bewegung beschreiben, Commons ins Zentrum einer neuen Produktionsweise und Organisationsform zu rücken.

Mi, 22.5.13 - 16 bis 20:30 Uhr
Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

PROGRAMM

Mit den Referent/innen:

Stefano Rodotà, Italien
Maristella Svampa, Argentinien
Barbara Unmüßig, Deutschland
David Bollier, USA
Silke Helfrich, Deutschland
Michel Bauwens, Belgien/Thailand

Moderation:
Armin Medosch, freier Journalist, Österreich

Sprache:  
Englisch mit Simultanübersetzung ins Deutsche und Spanische

Organisiert von der Heinrich-Böll-Stiftung und Commons Strategies Group in Kooperation mit Fondation Charles Léopold Mayer pour le progrès de l´Homme, Remix the Commons.

Eintritt und Anmeldung:
Zum Abschluss des Abends möchten wir Sie herzlich zu einem kleinen Empfang einladen und bitten um Ihre Anmeldung bis zum 16. Mai.
Der Eintritt ist frei.

 

By Lena Felde

Stadtentwicklung und Kreativwirtschaft: Von kreativen Milieus und der Planung offener Räume

Grüner Salon 45 im Kellertheater Hamburg – 13. November 2012 – 19:00 – 21:00 Uhr

Die Kreativwirtschaft und verbunden damit eine Stadtentwicklungspolitik, die eine geeignete Atmosphäre für kreatives Schaffen speziell in Hamburg als Ziel hat,  ist das Thema der Diskussionsrunde, organisiert von der Heinrich-Böll-Stiftung am Dienstagabend in Hamburg.

Am Beispiel des Oberhafens soll Entstehung und Entwicklung eines kreativwirtschaftlichen Sektors aus politischer und wissenschaftlicher Sicht thematisiert werden, dazu wird diskutiert wie es um kreative Räume in anderen Großstädten wie z.B. Berlin steht. Zur Einstimmung werden Kurzfilme zum Thema gezeigt.

Gäste sind:

  • Christa Goetsch – Bürgermeisterin a.D., Kulturpolitische Sprecherin der Grünen-Bürgerschaftsfraktion
  • Prof. Gesa Ziemer – Vizepräsidentin Forschung an der Hafencity Universität Hamburg
  • Jürgen Bruns-Berentelg – Vorsitzender der Geschäftsführung HafenCity Hamburg GmbH
  • Jürgen Breiter – Urban Curator, Initiative „Stadt Neudenken”, Berlin

Mehr Informationen hier.

By Nikolai Huckle

McDonalds und Nachhaltigkeit

- auf langfristige Sicht…

McDonalds bereitet sich auf die Eröffnung seines ersten nachhaltiges Restaurants in London vor. Bedeutet das für die Zukunft, dass die bekannte Fast Food Kette nicht einmal mehr Raum für umweltunfreundliche Gedanken zulässt? Wird ein Besuch bei McDonalds überhaupt noch genauso befriedigend sein, wenn nicht das Gefühl hineinspielt sich in jenem Moment selbstbestimmt seiner ökologischen Verantwortung zu entziehen? Wohl kaum. Der Ansatz ist durchaus löblich, aber glaubwürdig keineswegs. Diese ¨grüne¨ Wendung findet im Rahmen der kommenden Olympischen Sommerspiele im August in London statt. Das London Organising Committee of the Olympic and Paralympic Games (LOCOG) spicht im Hinblick auf die Spiele von einer Vision eines rundum nachhaltigen Erlebnisses, welches auch auf Ebene der Essensversorgung nicht zu kurz kommen soll. Glücklicherweise ist einer der Hauptsponsoren der Spiele neben bekannten Kola- und Biermarken auch McDonalds, die angekündigt haben diese Vision real werden zu lassen und es sich zur Aufgabe machen wollen ”high-quality British food” zu servieren.

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By Elisabeth Lena Aubrecht

Wasser und Nachhaltigkeit

Internationale Sommerakademie

13. bis 28. August, Köln

Im Rahmen des Chinajahres 2012 laden das Umwelt- und Verbraucherschutzamt und die Universität zu Köln ertmalig zur Sommerakademie Wasser und Nachhaltigkeit ein. Neben Expert_innen aus Behörden, Organisationen und Unternehmen sind 50 Studierende mit einem technischen, ökologischen, juristischen oder wirtschaftswissenschaftlichen Studium aus den Ländern China und Deutschland eingeladen, sich mit dem Leitmotiv der nachhaltigen Entwicklung in Bezug auf Wasser zu beschäftigen.

Wasser nimmt von jeher eine besondere Rolle im menschlichen Leben ein. Seine Funktionen sind vielfältig und von ökologischer als auch von kultureller Bedeutung. Allein seine essentiellen Basisfunktionen machen die Ressource Wasser schutzwürdig. Sie ist in Quantität und in Qualität bedroht und die aktuelle Versorgung , wie auch die Versorgung mit Wasser in der Zukunft ist in Teilen der Welt fragwürdig und nicht grarantiert.

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By Elisabeth Lena Aubrecht

UN-Klimakonferenz in Durban

Südafrika
28. November bis 9. Dezember 2011

Bis zum  9. Dezember fand im südafrikanischen Durban die UN-Klimakonferenz statt. Es ist die inzwischen 17. Versammlung der Vertragsstaaten (Conference of Parties COP) gewesen. Nach dem Scheitern der Klimakonferenz in Kopenhagen 2009, in die viele Menschen große Hoffnung gesetzt hatten, galt es nun erneut den Trend in die richtige Richtung einzuschlagen.
Daher war das erklärte Ziel der deutschen Bundesregierung und auch der Europäischen Union, auf dieser Konferenz ein rechtsverbindliches Abkommen für den globalen Klimaschutz abzuschließen, das als Nachfolgeabkommen für die 2012 auslaufenden Klimaschutzbestimmungen des Kyoto Protokolls fungieren soll. Dabei lag der Fokus unter anderem darauf, für die Zeit nach 2012 den Anstieg der Durchschnittstemperatur auf 2°C begrenzen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten die Emissionen radikal eingeschränkt werden. Read more »

By Janna Gehrke

Diskussion: “Wachstum! Über Kunst und Nachhaltigkeit”

Podiumsdiskussion: 18. Mai, 19 bis 21 Uhr, Berlin

Wachstum? Was muss wachsen, damit wir zukunftsfähig werden? An Beispielen aus der Kunst der Gegenwart, aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft erschließt die Kulturwissenschaftlerin Hildegard Kurt den Begriff Wachstum mit Blick auf ein schöpferisches und dabei verantwortliches Menschsein, das es zur Entfaltung zu bringen gilt.

Moderation: Manfred Linz (Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH). Eine Anmeldung ist nicht nötig. Veranstaltungsort: Heinrich Böll Stiftung, Schumannstr.8, 10117 Berlin.

Weitere Informationen unter: www.boell.de/calendar.

By Ronja Röckemann

Kongress: Jenseits des Wachtums?!

Vom 20. bis 22. Mai 2011 in Berlin

Kann angesichts der ökologischen und sozialen Grenzen die Wirtschaft weiter wachsen? Welche Potentiale und Grenzen stecken in Konzepten nachhaltigen Wachstums? Welche Entwicklungschancen gibt es für die Länder des Südens, wenn Wachstumsmöglichkeiten vom Norden in den Süden umverteilt werden? Wie kann soziale Sicherung auch Jenseits des Wachstums gestaltet werden?

Der Kongress “Jenseits des Wachtums?!” zielt darauf ab, unterschiedliche Positionen kontrovers und konstruktiv zu diskutieren. Er will Interessenskonflikte benennen, aber auch Wege für ein gutes Leben für alle in einer Gesellschaft ohne Wachstumszwang ausloten und dazu Strategien skizzieren.

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By Ronja Röckemann