
Aktualisiert am 01-09-2008 - 13:53:32

Malnurished children in Locholi

Selling charcoal in a town
Seit der großen Hungersnot 1980, die 20 % der Bevölkerung das Leben kostete, führen immer häufiger wiederkehrende und länger anhaltende Dürreperioden gepaart mit Überschwemmungen verstärkt zu Ernteausfall und steigern somit die Unsicherheit in der Nahrungsmittelversorgung. Zudem tragen auch die anhaltenden gewaltsamen Konflikte dazu bei, dass aktuell ca. 75 % der Bevölkerung (700.000 Menschen) unfähig sind, für ihre Grundbedürfnisse zu sorgen und daher von externer Unterstützung abhängen.
Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (World Food Programme, WFP) als größte humanitäre Organisation der Welt unterstützt die Einwohner dieser Region weiterhin. Bis jetzt hat das WFP 320.000 Menschen erreicht. Jedoch erhöht sich die Zahl der Hilfsbedürftigen, die bis zur jährlichen Erntezeit im September versorgt werden müssen, stetig. Diese sich mehr und mehr verstärkende Notlage bringt die Kapazitäten des WFP an einen kritischen Punkt.
Aufgrund von 21 Jahren Bürgerkrieg wurden im nördlichen Uganda ca. 940.000 Menschen aus ihrer Region vertrieben und verdrängt. Sie leben nun in anderen Gebieten, teilweise in ärmlichen Lagern und provisorischen Behausungen, von wo aus sie nur einen beschränkten Zugang zu ihren Häusern haben.
Der Waffenhandel und die gestiegene Unsicherheit stellen die Menschen vor große Herausforderungen. Hunderte Frauen und Kinder fliehen in die größeren Städte Ugandas (Kampala, Mbale, Jinja, Soroti). Dort sind sie ohne jegliche Einkommensquelle gezwungen, zu betteln, um zu überleben.
