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AUSSTELLUNGSPROJEKT JOSEPH BRODSKY
ISABELLA BORDONI (1962) ist Poetin und inszeniert ihre Texte in minimalistisch sich wiederholenden Soundscapes, oft in Verbindung mit Videoprojektionen. Ihre Klangräume und Performances sind schwebend und zeitlos; sie sind der Welt des Unterbewussten und des Suggestiven verbunden. Bordoni wird in Köln Adagio, eine Soundinstallation zeigen.
MARKUS DÖHNE (1961) verarbeitet vorgefundenes historisches Bildmaterial zu ikonenhaften Tafelbildern. Die durch Überlagerung entstandene Abstraktion und Entfernung vom Ausgangsmaterial scheint seine Arbeiten in einem seltsamen Umkehrprinzip zu intensivieren und aufzuladen. Seine großformatigen Screens zeigen mehrschichtige Collagen, im Siebdruckverfahren auf farbigem Hintergrund des Bildträgers aufgebracht. Arbeiten aus den Werkzyklen Arbeitsspeicher und Vitrinas werden zu sehen sein. [weitere Infos]
ENZO DE LEONIBUS (1955) geht es in seinen Arbeiten um eine mimetische Umwandlung der Realität. Zum Beispiel übersetzt er Verse von Vergil, in denen es um das Liebeswerben der Tiere geht, in ein visuelles Zeichensystem. Eine gleichsam hieroglyphische Karawane von Tiersymbolen erscheint als Schriftzug und ist als Digitaldruck in der Ausstellung zu sehen. Seine Videoarbeit Mio Amore, die hier vorgestellt wird, stellt den Betrachter vor eine emotionale Herausforderung. [weitere Infos]
ANDREA MOREIN (1952) sieht in Abbildungen von Lichtmustern und Lichtschatten eine zweite Realität. Ihre Videos und Fotoarbeiten erzählen vom Flüchtigen, von Erscheinungen, die wir nur sehen, wenn wir diese andere Realität suchen und ihre schattenhaften Spuren verfolgen, beziehungsweise von Ereignissen, die sich außerhalb der Bildfläche abspielen und in unserer Vorstellung neue Bilder hervorrufen. Die Videoarbeit Silenzio, die u.a. zu sehen sein wird, ist 2005 im Museolaboratorio für die Ausstellung In Finito entstanden. [weitere Infos]
FABRIZIO SACCHETTI (1969) Seine Video- und Fotoarbeiten haben als narrativ – verschlüsselten Subtext eine unvollständige Begebenheit. Sie gestatten einen kurzen Einblick, teilen ein kleines Geheimnis mit dem Betrachter. Ein subjektiver, tagebuchartiger Blick auf Situationen und Menschen. Er dekonstruiert Klischees, öffnet den Blick auf Körperidentitäten und spielt mit visuellen Bezügen zur italienischen Kunst des Cinquecento. Die Medienarbeit Senza Titolo, die hier u.a. präsentiert wird, war Teil der Ausstellung I Love Abruzzo in Pescara 2006. [weitere Infos]
SABINE WÜRICH (1962) Ihre Fotografien sind historische Analysen der von ihr recherchierten Standorte, die sie gezielt auswählt, um deren politische und ideologische Implikationen aufzudecken. Ihr fotografischer Blick ist auf die architektonische, räumliche Dimension der Städte gerichtet. Was sie aufspürt, ist zugleich subversiv und historisch. Ihre in der Ausstellung gezeigte Fotoserie Der Mythos des Sichtbaren über Moskau hat eine entlarvende Perspektive.
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