Struktur

Die Ziele sind sehr umfangreich. Sie müssen sich an den verfügbaren Ressourcen ausrichten und können deshalb nur eine Orientierung für konkrete Schritte bieten.

Bei Cultura21 werden die Kompetenzen und die Maßnahmen in verschiedene Einrichtungen gruppiert, die sich gegenseitig ergänzen und unterstützen. Sie bilden die Grundstruktur der Plattform.

Institut

Aufgaben und Schwerpunkte

Das Institut Cultura21 e.V. bildet den inhaltlichen Raum der Plattform. Es ist ein gemeinnütziger eingetragener Verein. Mit seinem trans-, interdisziplinären und interkulturellen Ansatz unterstützt und berät das Institut die anderen Einrichtungen sowie Dritte. Hier werden die Analysen, die Visionen und die Strategien von Cultura21 erforscht, diskutiert, erprobt und weiterentwickelt. Das Institut beschäftigt sich mit Fragen wie: Was verhindert die Umsetzung von bewährten Lösungen in der Gesellschaft?Warum ist das Umweltbewusstsein gesunken, obwohl sich soziale und ökologische Probleme verschärft haben? Wie kann ein enger Austausch zwischen Künsten und Wissenschaften zur Sustainability beitragen?

Wie kann eine Bewegung für eine sozial-ökologische Entwicklung konkret aussehen? Wie kann eine Wiederholung bereits gescheiterter Erfahrungen, die mit ebenso viel Ideal und Elan begonnen hatten, vermieden werden?

Die Ergebnisse dieser Arbeit werden in den anderen Einrichtungen von Cultura21 praktisch umgesetzt. Das Institut bietet dem Netzwerk einen Raum für Kommunikation, für Weiterbildung und Wissenstransfer zwischen den verschiedenen Bereichen und Disziplinen.

Netzwerk

Das Netzwerk Cultura21 ist ein Beitrag zur Bildung einer breitenkulturellen Bewegung für eine sozial-ökologische Entwicklung. Nicht nur die Kultur, die Zivilgesellschaft und die sozial-ökologische Wirtschaft werden dabei vernetzt, sondern auch die brachliegenden, oft marginalisierten Kräfte der Gesellschaft, z. B. Arbeitslose, MigrantInnen, und die Menschen, die kritisch und kreativ denken, aber noch nicht oder nicht mehr organisiert sind. Das Netzwerk fördert die Bildung von neuen Synergien, den Wissens- und Erfahrungstransfer sowie die Konzeption und die Durchführung gemeinsamer Projekte.

Bei den genannten Zielgruppen deckt das Netzwerk einen wichtigen Bedarf

  • Gerade in Krisenzeiten und in Zeiten des gesellschaftlichen Wandels werden Netzwerke wichtiger. Die Kooperation ersetzt die Konkurrenz. Die Ohnmacht des Einzelnen wird in kreative Gestaltungskraft umgewandelt.
  • Die Bildung und die Durchsetzung sozial-ökologischer Wirtschaftskreisläufe erfordern neue politische und kulturelle Rahmenbedingungen. Deshalb brauchen sozial-ökologische Unternehmen die Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen und kulturellen Akteuren.
  • Zivilgesellschaftliche und kulturelle Akteure benötigen weitere Finanzierungsquellen, um frei arbeiten zu können. Eine sozial-ökologische Wirtschaft bietet ihnen neue Möglichkeiten.
  • Die Zivilgesellschaft kann zurzeit ihr politisches Potenzial nicht ausschöpfen. Dafür ist sie auf einen gleichberechtigten, nicht-instrumentellen Austausch mit Kulturakteuren angewiesen.
  • Immer mehr Kulturakteure merken, dass die Gleichsetzung von »Freiheit« mit einer angeblichen Neutralität zu einer Funktionalisierung und einer Instrumentalisierung der Kunst, der Wissenschaft, der Medien und der Bildung geführt hat. Sie suchen deshalb verstärkt den Austausch mit der Zivilgesellschaft, um der wachsenden Fremdbestimmung und Kommerzialisierung zu entkommen.

Webmagazin / Medien

Die Medien von Cultura21 dienen sowohl der internen als auch der externen Kommunikation und Information.
Die Redaktion des Webmagazins besteht aus Journalisten, Künstlern, Schriftstellern und Wissenschaftlern. Sie ist ein Labor für unabhängige kritische Information und ein Forum für Fragen der gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung.
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