Odyssee: Klima – Transdisziplinäres Festival

7. bis 9. & 14. bis 16. Juni 2013, am Stadttheater Bremerhaven

Gastspiele, Workshops, Lesung, Austellung… und:

KLIMA-PARCOURS

An außergewöhnlichen Extrem-Klima-Orten haben sich das Schauspiel- und das Ballett-Ensemble des Stadttheaters, zusammen mit Künstler_innen aus den Bereichen Schauspiel, Musik, Tanz, Performance und Bildender Kunst, mit den Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde und damit verbundenen Extrem-Phänomenen des Klimawandels beschäftigt.

 KLIMA-ZELT-STADT – Common Spaces – Labor für nachhaltige Stadtentwicklung

 Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten. Diskussionen um Nachhaltigkeit beziehen sich deshalb verstärkt auf urbane Ballungsräume, da Städte zum Beispiel etwa 80 Prozent der Treibhausgasemissionen verursachen. Aber auch wenn Common Spaces im Kontext des Festivals Odyssee : Klima stattfindet, wollen wir das populäre Thema Nachhaltigkeit nicht auf ökologische Reparaturen einer Wachstumsökonomie einengen. Denn Städte sind Laboratorien grundlegender gesellschaftlicher Veränderungen, Kristallisationspunkte ökologischer, ökonomischer und sozialer Zukunftsvisionen. Neue Modelle von Wohlstand, ein verändertes Konsumverständnis, andere Politik- und Gemeinschaftsformen können sich dort entwickeln. Möglicherweise entscheidet sich die Zukunft der Menschheit in den Städten.

In den letzten Jahrzehnten sind unterschiedliche Initiativen entstanden, die dem herrschenden Paradigma von Green Economy entgegenstehen. Mit diesem Zauberwort verbindet man überwiegend technische Neuerungen, Effizienzsteigerungen und einen boomenden Ökomarkt. Dagegen stellen Halbinseln und Commons unsere Art zu leben, zu produzieren und Handel zu treiben, grundlegend auf den Prüfstand: Tauschringe, Nutzungsgemeinschaften, freie Kooperationen oder Umsonstläden praktizieren solidarische Ökonomie und stellen Fragen der Eigentumsverhältnisse, ohne auf das Ende der Marktwirtschaft zu warten. Bewegungen wie Transition Towns erproben ein Leben nach dem Ende des Erdöls.

Inwiefern sind solche Diskussionen und Experimente für Bremerhaven interessant? Wie könnte eine nachhaltige Stadtentwicklung aussehen? Könnten andere Formen des Zusammenlebens ausprobiert werden, statt dem Wachstumshype der Metropolen hinterherzujagen? Wie müsste sich Stadtplanung verändern? Welche Rolle könnten die Künste spielen? Gemeinsamer Raum, Common Space, könnte die Grundlage eines veränderten Verständnisses von Gemeinschaft sein, das gängige Konkurrenzprinzipien überwindet.“ (Sandra Antelmann und Jan Deck)

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Weblink: Stadttheater Bremerhaven